Been there, done that (Part 1)

Es gibt einfach Dinge, wo wir aus heutiger Sicht aus tiefstem Herzen sagen können „Oida, das brauch‘ ich nicht mehr (machen)“. Aber hey, für irgendwas sind diese Hoppalas immer gut, spätestens jetzt, um den geneigten Leser, die geneigte Leserin zu amüsieren.

 

Blue

Wenn man sich, in einem sicheren Rahmen (mit Vertrag, wie 50 Shades und so) aber doch, einfach mal den Po grün und blau schlagen lässt, weil man ein schlimmes Mädchen war, hat man danach ungefähr 4 Tage Probleme beim sich hinsetzen und vom Sessel wieder aufstehen. Doch was tatsächlich noch länger hält und genauso langsam verblasst wie die Erinnerung an das klatschende, schneidende Geräusch des Versohlt Werdens, sind die Hämatome. Es zahlt sich irgendwie dann doch nicht aus, wenn man 14 Tage vermeiden muss, dass irgendjemand einen im Bikinihöschen oder gar nackt sieht, weil selbst die heilenden Blutergüsse (von blau, zu lila, ins bräunlich-gelbe wandernd) eine Geschichte erzählen und die lautet „Wurdest du von einem LKW angefahren?“

 

I see it coming

Wenn man da so kniet und gleich auf das Grande Finale à la Facial wartet und du Zeit hast, dir Gedanken zu machen, ob du heute Pasta vegetarisch oder doch lieber mit Fleisch kochen wirst, dauert es einfach zu lange. In ungeduldiger Erwartung und doch skeptischer Neugier öffnest du die Augen, um zu sehen, was der Typ da über dir so tut (Ist er gegangen? Hat er sich eine Zigarette angeraucht? Checkt er seine Mails?) und in dem Moment kommt der Typ und du bist sehenden Auges live dabei. Blöd. Du denkst dir nur „Wie krieg ich meine Kontaktlinsen wieder eiweißfrei?“ Kann man sich auch sparen.

 

Minnesang 2.0

Es war der Beginn einer Liebesbeziehung, die auf körperlicher Ebene leider komplett für die Fisch‘ war. Aber wenn man jung ist, denkt man, dass Liebe alles überwindet. Auch das geringe Interesse an Sex, seinerseits. Heute wüsste man es besser. Lustigste Situation, jetzt erzählt: „Da bin ich nun, am Ende des dritten Dates, endlich in seiner Wohnung. Er geht in die Küche, um Wein zu holen. Und ich denk mir: ‚Perfekt, runter mit Wäsch‘! Wenn er zurückkommt, steh ich nackt wie Botticellis Venus in seinem Wohnzimmer.‘ Tja, falsch gedacht. Der Mann kommt retour, erschrickt fast. Stellt die Weingläser ab, hüllt mich in den Sofaüberwurf und streicht mir übers Haar: ‚Weißt du, ich bin so wahnsinnig verliebt in dich. Unser erstes Mal soll was ganz Besonderes werden. Kerzen, Rosen, Musik. Nicht so, nicht jetzt.‘ Fakt ist, die ganze Beziehung war ein Bon Jovi-Song, aber halt wirklich nur so Kuschelrock. Liebesbriefe, Gedichte und Geschenke en masse, aber so ab und zu gscheit gevögelt wäre mir lieber gewesen. Sorry, not sorry. (Den Ordner mit den selbstgeschriebenen Liebessonetten habe ich heute noch, irgendwo.)

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