Lass es uns gleich hier machen!

Wann genau haben wir aufgehört, unsere sexuellen Impulse im Alltag auszuleben?
Ich kann es zeitlich nicht festmachen, aber ich glaube mich erinnern zu können, dass ich nicht Dekaden entfernt Sex in meinem Alltag hatte. Klar ändern sich Umstände, Lebenssituationen. Aber ist es ein Zeichen von Erwachsensein, dass wir zuerst Job, Kinder und Haushalt erledigen wollen und wenn dann noch Zeit, Muße und Energie bleibt, die Sexualität herauskommen darf? Und nein, das ist kein Plädoyer dafür sich zu verhalten wie Bonobos, die sich zur Begrüßung schon dem Bumsen hingeben. Kommt sicher nicht so gut, einen Kollegen oder sogar Kunden auf den Bürotisch zu legen und ihn von oben bis unten abzulecken. (Obwohl, klingt schon fast verlockend.)

Das ist mir heute aufgefallen, als ich mit dem liebsten Mann in meinem Leben ein Gebäude betreten habe. Wir stellten fest, dass die Aufzüge nicht funktionieren, weil gerade in einem Stockwerk des Gebäudes ein Feueralarm zur Probe stattfand. Wir also die Treppen hoch, das war Cardio genug, kann ich euch sagen. Da stapfen wir also und mir kommt die Idee „Rummachen wäre jetzt nicht schlecht“. In dem Moment habe ich es aber gar nicht angesprochen, weil ich mir sicher war, ich würde nur ein mildes Lächeln als Antwort bekommen. Er nimmt sich gern Zeit für mich und das Vorspiel, in vollen Zügen eben und ja.

30min später schreibe ich ihm, um ihm zu signalisieren, dass ich allgemein dafür offen wäre, dass wir die Zeit allein im Treppenhaus anders hätten nutzen können und füge meiner Nachricht die sexy Aubergine 🍆 hinzu.
Wieso habe ich es nicht in dem Moment gesagt? Nur weil ich annahm, wie die Antwort aussehen könnte? Vielleicht hätte es aber auch für beide gepasst und dadurch, dass ich es nicht angesprochen habe, uns beide um eine Erfahrung betrogen?

Es muss ja nicht immer das ultimativ elaborierte Vorspiel sein. Der ausgeklügelte Geschlechtsverkehr mit 4 Stellungswechseln zur maximalen G-Punkt Stimulation. So ein Quickie, gegen eine Wand gelehnt, kann doch einen richtig dummen Tag extraordinär aufwerten.

Und da komme ich wieder zu meiner Eingangsfrage: wann ist es eigentlich passiert, dass wir solche spontanen Erlebnisse der leidenschaftlichen Art unmöglich machen durch unsere alltäglichen ToDos und die aufrecht zu erhaltende Professionalität? Ich bin eine coole Angestellte, leiste mehr als erwartet, ich erziehe ein Kind alleine und trotzallem und schon viel länger als das alles bin ich ein sexuelles Wesen. Man findet immer Wege oder Räume im Trubel, um sich eine kurze Auszeit zu gönnen, right?

Kurzer Aufruf: Gibt es eine Erfahrung, die ihr nie vergessen werdet, einfach weil es super spontan und aufregend vom Ablauf oder der Location war? Ich würde mich über einen Kommentar freuen 🙂

Bleibt unartig, eure Pinkshot

3 Kommentare zu „Lass es uns gleich hier machen!

  1. ich denke für Männer ist es einfacher ein Bonobo zu sein, als für eine Frau. Das ist in dieser Gesellschaft immer noch verpönt und verboten, und wird schnell mit negativen Attributen (Schlampe, Hure, usw) belegt

    Liken

    1. Das mag sein, dass es auch heute noch so ist. Ich identifiziere mich selbst aber nicht vollständig mit diesen gesellschaftlich geltenden Normen und trotzdem stelle ich fest, dass das Leben mit all seinen Aufgaben manchmal einfach wenig Platz lässt, sich auszuleben. So geht es auch meinen männlichen Freunden. Lifegoal Bonobo? Maybe 😉

      Liken

  2. Was heißt hier, lass es uns gleich hier treiben? Wenn es so dringend ist, dann frage ich doch nicht! Dann machen wir es, denn in dieser Phase der Beziehung muss keiner fragen, jeder weiß sowieso, dass der andere immer und überall will. Ja, das ist eine fantastische Phase und immer wieder aufs neue aufregend, hirnzersetzend, einfach verliebt.
    Das letzte Wort zeigt dann auch ganz deutlich, warum es nicht ewig geht. Verliebt ist man eben nur eine begrenzte Zeit. Was danach kommt, ist vielleicht auch erfüllend, toll und sicher auch wünschenswert, aber es ist eben was anderes.
    Doch nur wenn wir verliebt sind, fallen uns die verrückten Dinge ein. Es immer und überall zu tun, zu wollen. Nur wenn wir verliebt sind, können wir gar nicht genug voneinander bekommen. Oder wenn wir Drogen nehmen, das bringt das Gefühl zeitweise wieder zurück.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s