Afterglow

Der wunderbare, schlaue und liebenswerte Tartharule hat einen Blogartikel geschrieben, den er Arbeitsklima nennt. Unbedingt lesen!

Die Idee zu diesem Text entstand, als wir bei einem Kaffee über das Leben sinnierten. Tatsächlich erzählte ich die Anekdote, dass meine Sitznachbarin und Arbeitsfreundin anscheinend erkennen kann, ob ich unlängst Sex hatte, sobald ich bei der Tür hereinkomme. Sehr zu ihrem Leid, weil sie meint, ich bin furchtbar anstrengend, wenn ich Sex hatte, ich sei so aufgekratzt… So stellten wir uns die Frage, ob man männlichen Kollegen ebenfalls ansehen könnte, dass sie kürzlich den Akt vollzogen haben und wenn ja, was wären die körperlichen Merkmale?

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Das war also die Ausgangsdiskussion. Jetzt ist in diesem schlauen Männerkopf ein Text daraus geworden, indem er davon ausgeht, dass es sich positiv aufs Betriebsklima auswirken würden, wenn man kollegial der fleischlichen Lust frönen würde. Nein, Tartharule und ich arbeiten nicht im selben Büro 😊

Zunächst ist Sex am Arbeitsplatz oder weitgehend Liebschaften unter Kollegen eine schwierige Angelegenheit, es kann gut gehen, aber sobald es schlecht läuft, wird’s für alle kritisch. Da leidet das Betriebsklima massiv darunter, die Stimmung ist schlecht, weil es einfach mega elend ist, den Typen, den du noch vor Wochen gebumst hast, täglich an der Kaffeemaschine oder am Kopierer zu treffen und alle wissen, was da lief. Das ist auch der Grund, wieso Ines Anioli in einem der letzten Podcasts zum Start einer Petition aufgerufen hat: „Abschaffung von Sex am Arbeitsplatz, hört auf, eure Kollegen zu bumsen!“

Nun gut, dazu kann man jetzt persönlich stehen wie man will. „Never fuck the company“ ist manchmal leichter gesagt als getan. Tartharule sieht es pragmatisch und vorallem gleichberechtigt:

Ich bin ja ein vehementer Kritiker von Doppelstandards: Wenn sich ein Kerl durch die Firma schläft – der Hengst. Wenn eine Frau das macht – Schlampe. Ich finde, wenn wir das alle als gemeinsame Momente der Verbesserung des Betriebsklimas sehen würden und es klar wäre, dass hier zwei Menschen einfach nicht zum Joggen sondern zum Sex verschwinden – wir wären alle glücklicher.

Aber wie ist das nun, wie unterschiedlich sind die Zeichen bei Männern und Frauen, die verraten, dass es Koitus gab?

Man sieht den Menschen an, wenn sie sich vergnügt haben. Das interessante ist – das was und wie ist sehr geschlechtsspezifisch. Da wäre der männliche Teil. Da sind mal die entspannten Gesichtszüge, wenn er selbstsicher ist. Trotzdem – wenn es mehr ist, als ein Dampf-Druck-Geschwindigkeit Ding, dann wird man dieses leichte Lächeln in den Mundwinkeln sehen. Männern sehen ja per se vor, während und nach dem Sex eher so wie das Meerschweinchen kurz vor der Fütterung aus. Ganz niedlich, aber eben auch wie mit der Taschenuhr hypnotisiert. Macht aber nix – außer für intelligente Frauen, die sich beim Anblick des leicht debilen Ausdrucks dann doch eher entschließen eine Runde Yoga zur Entspannung zu machen.

Tatsächlich muss ich mich sehr anstrengen, um an einem Mann erkennen zu können, dass er Sex hatte. Es ist einfach sehr dezent. Es kann auch der Sex seines Lebens gewesen sein, nach einer kurzen Pause, einem kühlen Getränk, vielleicht einer Zigarette, kehrt er entspannt in seine Alltagsroutine zurück. So meine Beobachtung.

Im anderen Falle – also beim stärkeren Geschlecht – sieht man den Afterglow irgendwie…anders. Jetzt leuchten Frauen ja per se schon schöner im Büroalltag… Ich finde, man sieht einer Kollegin an, ob sie aus einer zufriedenstellenden Erfahrung kommt… Wenn alles gut lief, dann kann man das an der gut durchbluteten Haut im Wangenbereich sehen. Eventuell an einer leicht aufgebissen Lippe. Oder weil die Haare anders liegen… Die Dame von Welt im Angestelltenbereich wird dann gegebenenfalls noch zwei oder dreimal am Tag mit dem Stift spielen und nachdenken. Sich erinnern.

Hier kann ich Tartharule recht geben, nicht selten tragen Frauen die Spuren einer Liebesnacht auch wie eine Trophäe oder einen Schmuck: ein Bluterguss, ein Knutschfleck, eine Bissspur. Zudem kommt, dass die Haut strahlt, die Körperhaltung gut ist, die Glückshormone fließen durch die Adern und machen alles besser. Manchmal bemerke ich, dass die Stimme heller, weicher wird. Aber all die körperlichen Signs of Sex verfliegen nach 48 Stunden wieder. Die Flashbacks können allerdings etwas länger anhalten. Was gibt es Schöneres, als noch Tage danach kleine Erinnerungsblitze zu haben, die einem ein Lächeln auf die Lippen zaubern?

Was habt ihr beobachten können an Menschen, die erst kürzlich einen Orgasmus hatten? Kommentiert gerne hier oder drüben bei http://denkamt.de/jam-arbeitsklima von Tartharule, er ist schlau, liebt Wörter und Frauen, Aufzugfahren und Kaffee.

2 Kommentare zu „Afterglow

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